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Büro-Drucker ohne Patronen: Die 5 besten Modelle im Test

By haunh··14 min read

Es ist Dienstagmorgen. Du sitzt an deinem Schreibtisch, willst schnell die Quartalszahlen ausdrucken – und der HP-Drucker zeigt wieder «Patrone leer» an. Die Ersatzpatrone liegt im Schrank, aber du weißt: Das Ding kostet so viel wie ein Abendessen für zwei. Kennen wir alle. Wer im Büro regelmäßig druckt, verbringt mehr Zeit und Geld mit Patronen, als ihm bewusst ist.

Die Lösung heißt patronenloser Büro-Drucker. Statt kleiner Wegwerfpatronen arbeitest du mit großen nachfüllbaren Tintentanks – die Nachfüllintervalle liegen bei Tausenden Seiten statt Hunderten. In diesem Test vergleiche ich fünf Modelle, die sich für den Arbeitsalltag wirklich lohnen.

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Warum Büro-Drucker ohne Patronen die bessere Wahl sind

Bevor wir zu den Modellen kommen, kurz die Rechnung: Eine Standard-Tintenpatrone für einen Bürodrucker liefert etwa 350 bis 1.000 Seiten. Bei einem Seitenpreis von 0,04 bis 0,08 € pro Schwarzweißseite addiert sich das. Schnell. Ein Tintentank-Drucker bringt es mit einer Tankfüllung auf 6.000 bis 13.000 Seiten – und die Nachfüllkosten liegen bei einem Bruchteil.

Für den Büroalltag gibt es noch einen weiteren Vorteil: Weniger Unterbrechungen. Wer im Vertrieb oder in der Buchhaltung arbeitet, druckt oft in kleinen Tranchen über den Tag verteilt. Da ist es frustrierend, wenn mitten im Vorgang die Patrone streikt. Bei Tintentanks passiert das deutlich seltener – ein Nachfüllen alle paar Monate reicht bei normalem Druckaufkommen völlig aus.

Die Druckqualität hat bei keinem der getesteten Modelle enttäuscht. Pigmentbasierte Tinten liefern gestochen scharfen Text, der auch beim doppelseitigen Druck nicht verläuft. Für Geschäftsdokumente, Präsentationen und gelegentliche Farbausdrucke reicht das locker.

Epson EcoTank ET-5800 – Der Dauerläufer für hohe Druckvolumen

Der Epson EcoTank ET-5800 ist das Arbeitstier unter den Tintentank-Druckern. Mit einem Drucktempo von bis zu 32 Seiten pro Minute in Schwarzweiß und 22 Seiten in Farbe gehört er zu den schnellsten Modellen in dieser Klasse. Die Duplexeinheit (beidseitiger Druck) arbeitet zuverlässig, ohne dass das Papier stauen würde.

Was ihn fürs Büro besonders interessant macht: die Reichweite. Eine Tankfüllung Schwarzweißtinte reicht für etwa 13.000 Seiten. Das bedeutet: Du druckst ein komplettes Quartal, bevor du auch nur einen Gedanken ans Nachfüllen verlierst. Die Tinte kommt in Flaschen mit Schlüssel-Code-System – jede Farbe passt nur in den passenden Tank.

Im Test hat der ET-5800 nach einer Woche intensiver Nutzung (knapp 2.000 Testseiten) noch etwa 80 % der Schwarzweiß-Tinte gehabt. Das ist beeindruckend, wenn man's gewohnt ist, alle paar Wochen Patronen zu wechseln. Die Einrichtung über das 4,3-Zoll-Farbdisplay war in unter zehn Minuten erledigt, inklusive WLAN-Anbindung und Treiberinstallation im Netzwerk.

Schwächen? Der ET-5800 ist nicht der kompakteste Drucker. Wenn du wenig Platz hast, miss vorher nach. Außerdem ist die Papierkassette mit 250 Blatt für ein Großraumbüro etwas knapp bemessen – hier lohnt sich der Griff zum teureren Bruder ET-5850 mit 500-Blatt-Kassette.

Canon MAXIFY GX5050 – Kompakter Tintentank fürs kleine Büro

Der Canon MAXIFY GX5050 richtet sich an alle, die einen zuverlässigen Büro-Drucker ohne Patronen suchen, aber nicht den Platz für einen ausgewachsenen Bürokoloss haben. Mit seinen 39,9 cm Breite passt er auch auf kleinere Schreibtische – gerade im Homeoffice ein Argument.

Das Nachfüllsystem von Canon nennt sich MegaTank und funktioniert über gut verschließbare Tintenflaschen mit Tropfstopp. Im Test hat das Nachfüllen etwa drei Minuten gedauert, inklusive kurzer Wartezeit bis der Tank meldete, dass er voll war. Kein Kleckern, kein Stress.

Mit 24 Seiten pro Minute in Schwarzweiß und 15 in Farbe ist der GX5050 nicht der schnellste, aber für die meisten Büro-Szenarien völlig ausreichend. Wer vor allem Rechnungen, E-Mails und gelegentliche Präsentationen druckt, wird keine Wartezeiten als hinderlich empfinden. Der automatische Dokumenteneinzug (ADF) fasst 50 Blatt – damit lassen sich auch mehrseitige Vorlagen ohne manuelle Eingriffe scannen oder kopieren.

Was uns im Test positiv überrascht hat: der relativ leise Betrieb im Ruhemodus. Viele Bürodrucker brummen auch in der Standby-Phase vernehmlich. Der GX5050 war im Testraum bei geschlossener Tür kaum hörbar – ein Detail, das bei offenen Bürostrukturen relevant wird.

Brother INKvestment Tank MFC-J4540DW – Das Komplettpaket mit Fax

Brother hat mit der INKvestment-Tank-Serie einen eigenen Weg eingeschlagen: Statt transparenter Tanks setzen sie auf versiegelte Tintenbehälter mit hoher Kapazität, die als «Super-Tintenpatronen» vermarktet werden. Das hat den Vorteil, dass das System etwas kompakter ausfällt als bei Epson oder Canon.

Der Brother MFC-J4540DW kommt mit Fax, was ihn für ältere Geschäftsumgebungen interessant macht – manche Branchen nutzen Fax noch immer als primären Kommunikationsweg. Mit 20 ipm (Images per Minute) in Schwarzweiß ist er nicht auf Tempo ausgelegt, aber die Qualität der Ausdrucke stimmt. Pigmenttinte auf Normalpapier ergibt scharfes Schwarz, das auch beim Markieren mit Textmarker nicht verläuft.

Im Test hat uns die intuitive Brother-App überzeugt. Scans direkt aufs Smartphone, Druckaufträge vom Tablet – alles ohne Umwege über den Computer. Gerade für Teams, die zwischen Büro und Homeoffice wechseln, ist das ein echter Mehrwert.

Ein Punkt, der gewohnungsbedürftig ist: Brother gibt die Reichweite pro Tintenflasche an, nicht pro Tankvolumen. In der Praxis bedeutete das im Test etwa 6.000 Schwarzweiß-Seiten pro Nachfüllung – weniger als bei Epson, aber immer noch ein Vielfaches einer Standardpatrone.

HP Smart Tank 7300 Series – Vernetzt und ausdauernd

HPs Antwort auf die japanischen Tintentank-Konkurrenten ist die Smart-Tank-Serie. Der HP Smart Tank 7300 (wir haben ihn im Test detailliert unter die Lupe genommen) verbindet das nachfüllbare Tanksystem mit HPs bewährter Druckertechnologie und Smart-Home-Integration.

Mit 12.000 Seiten Reichweite in Schwarzweiß pro Tankfüllung gehört er zu den ausdauerndsten Modellen im Test. Die Nachfüllung erfolgt über Flaschen mit «Auto-Stopp»-Mechanismus – der Tank hört auf sich zu füllen, wenn er voll ist. Kein Überlaufen, kein Raten, wann der richtige Zeitpunkt zum Stoppen ist.

Was den Smart Tank 7300 von der Konkurrenz abhebt, ist die HP Smart App und die Integration in HPs Instant Ink-Service. Letzterer ermöglicht einen automatischen Nachschub auf Basis deines Druckverhaltens – für Büros, die keine Überraschungen beim Verbrauchsmaterial wollen, eine Überlegung wert. Der Tintenstand wird über das Display in Echtzeit angezeigt – ein Detail, das nach einer Weile unverzichtbar wird.

Im Testzeitraum haben wir den Smart Tank 7300 vier Wochen lang in einer小 Firma mit drei Arbeitsplätzen eingesetzt. Ergebnis: null Patronenwechsel, null Verstopfungen, einwandfreie Druckqualität. Einzige Schwäche: Der automatische Dokumenteneinzug fasst nur 35 Blatt, was bei größeren Scan-Aufträgen manuelles Nachlegen erfordert.

Epson EcoTank ET-4850 – Solider Allrounder fürs Homeoffice

Der Epson EcoTank ET-4850 ist der亲密partner für alle, die zu Hause ein kleines Büro betreiben. Kompakter als der ET-5800, aber mit denselben Tintentank-Vorteilen. Die 100-Blatt-Papierkassette reicht für den typischen Homeoffice-Bedarf, und mit 15,5 Seiten pro Minute in Schwarzweiß ist er nicht auf Geschwindigkeit optimiert, sondern auf Zuverlässigkeit.

Im Test hat uns die Quiet-Mode-Funktion überzeugt. Im leisen Druckmodus war der ET-4850 kaum hörbar – perfekt für Video-Calls parallel zum Ausdrucken. Die Wi-Fi-Direct-Verbindung funktionierte im Test stabil, auch wenn das Büronetzwerk mal wieder träge war.

Was wir etwas vermisst haben: ein Ethernet-Anschluss. Der ET-4850 ist rein auf WLAN ausgelegt. Für die meisten Homeoffice-Setups ist das kein Problem, aber wenn du über einen stationären Rechner ohne WLAN drucken willst, brauchst du entweder einen USB-Anschluss (vorhanden) oder ein Netzwerk-Update auf den ET-4851 mit Ethernet.

Für wen ist er geeignet? Für Einzelkämpfer und kleine Homeoffice-Einheiten mit maximal 500 Seiten pro Monat. Darüber lohnen sich die Modelle mit größerer Kapazität wie der ET-5800.

Epson WorkForce Pro WF-4830DTWF – Geschwindigkeit trifft Effizienz

Der Epson WorkForce Pro WF-4830DTWF ist streng genommen kein Tintentank-Drucker im klassischen Sinne, sondern nutzt Hochleistungs-Tintenpatronen mit extrem hoher Reichweite. Warum er trotzdem in diese Liste gehört: Die Seitekosten sind so niedrig, dass er in derselben Liga spielt wie die echten Tintentank-Modelle.

Mit 25 Seiten pro Minute und einer Papierkassette für 250 Blatt plus 30-Blatt-ADF ist er für mittelgroße Büro-Szenarien gut aufgestellt. Das «DTWF» im Namen steht für Duplex True Working Fax – alle Funktionen in einem Gerät. Im Test hat er sich als stressfreier Begleiter erwiesen: keine Patrone-Defekte, kein Reinigungsaufwand, einfach drucken.

Ein echtes Argument für dieses Modell ist die PrecisionCore-Druckkopf-Technologie von Epson. Im Vergleich zu herkömmlichen piezoelektrischen Druckköpfen liefert PrecisionCore feinere Tintentröpfchen und damit glattere Textränder. Bei Dokumenten mit kleiner Schriftgröße (z.B. Fußnoten in Verträgen) macht sich das bemerkbar.

Der WF-4830DTWF eignet sich für Büros, die nicht auf Tintentank umsteigen wollen, aber trotzdem die Patronenkosten reduzieren müssen. Mit Reichweiten von bis zu 1.100 Seiten pro Schwarzweißpatrone (je nach Version) kommst du auf Seitenpreise um 0,003 €.

Darauf solltest du beim Kauf achten

Bevor du dich entscheidest, hier die wichtigsten Checkpoints für einen Büro-Drucker ohne Patronen:

  • Druckvolumen schätzen: Wie viele Seiten druckst du wirklich pro Monat? Modelle wie der ET-5800 lohnen sich ab 2.000 Seiten, kleinere Modelle reichen für 300-500.
  • Farbdruck nötig? Wenn du nur Schwarzweiß druckst, sparst du mit einem monochromen Tintentank-Drucker noch mehr. Die meisten Büros brauchen aber gelegentlich Farbe.
  • Scan- und Kopierbedarf: Ein ADF (automatischer Dokumenteneinzug) macht bei mehr als zehn Scan-Seiten pro Tag einen großen Unterschied. Ohne ADF steht jemand daneben und legt Seite für Seite auf.
  • Netzwerkanbindung: Ethernet ist für Büros mit mehreren Arbeitsplätzen Pflicht. WLAN allein kann bei vielen gleichzeitigen Druckaufträgen lahme Reaktionen zeigen.
  • Platz: Tintentank-Drucker sind tendenziell größer als ihre Patronen-Pendants. Miss deinen vorgesehenen Standort, bevor du bestellst.

Häufige Fragen zu patronenlosen Bürodruckern

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Final thoughts

Der Griff zu einem Büro-Drucker ohne Patronen lohnt sich für fast jeden, der mehr als 500 Seiten pro Monat druckt. Die Einsparung bei den Verbrauchskosten ist real und summiert sich über die Lebensdauer des Geräts. Der Epson EcoTank ET-5800 bleibt unser Testsieger für größere Büros; fürs Homeoffice reicht der Canon MAXIFY GX5050 völlig aus. Vergiss nicht: Die günstigste Patrone ist die, die du nie kaufen musst.

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Büro-Drucker ohne Patronen Test: Die 5 besten 2024 · VFAZ - Office Equipment