Aurora AS890C Aktenvernichter Test: Lohnt sich der Kauf?

Quick Verdict
Pros
- Kompakte Bauweise passt auf jeden Schreibtisch
- Verarbeitet auch Kreditkarten zuverlässig
- 8-Blatt Kapazität ausreichend für Privatanwender
- Einfache Handhabung ohne komplizierte Bedienelemente
- Akzeptiert Büroklammern und Heftklammern direkt
Cons
- Lautstärke bei voller Auslastung deutlich hörbar
- Kein Auffangbehälter mit Sichtfenster zur Füllstandsanzeige
- Crosscut-Partikel größer als bei Mikrocut-Modellen
- Manchmal Papierstau bei dünnem Papier
Schnelltest: Aurora AS890C Aktenvernichter
Ich hatte den Aurora AS890C Aktenvernichter drei Wochen lang auf dem Schreibtisch stehen — zwischen Kabelchaos und Kaffeetassen — und ihn im Alltag getestet. Das Gerät verspricht 8-Blatt-Crosscut-Leistung und Kreditkarten-Shredding. Nach etlichen Rechnungen, alten Bankauszügen und ein paar ausgedienten EC-Karten kann ich ein differenziertes Bild zeichnen. Spoiler: Für Privatnutzer und kleine Homeoffices ist er eine solable Option, aber er hat seine Eigenheiten.
Was ist der Aurora AS890C?
Der Aurora AS890C ist ein kompakter Crosscut-Aktenvernichter für den Büroalltag. Die Kreuzschnitt-Technologie zerschnitten Papier in kleine Partikel (ca. 4×35 mm), die sich nicht mehr zusammensetzen lassen. Neben Papier verarbeitet er auch Kreditkarten — ein Extra, das im Homeoffice-Zeitalter praktischer geworden ist.

Mit Maßen von 30,5 × 17,8 × 40,6 cm (12 × 7 × 16 Zoll) und einem 16-Liter-Auffangbehälter gehört er zu den kompakteren Modellen auf dem Markt. Die 8,7-Zoll-Einzugsschlitzbreite (ca. 22 cm) nimmt Din-A4-Standardpapiere bequem auf. Das Gerät ist in Schwarz gehalten und fügt sich unauffällig in jedes Bürodesign ein.
Technische Daten und Ausstattung
- 8-Blatt-Kapazität (80 g/m² Papier)
- Crosscut-Schnitt: ca. 4×35 mm Partikel
- 8,7-Zoll-Einzugsschlitzbreite (22 cm)
- 16-Liter-Auffangbehälter
- Geeignet für Papier, Kreditkarten, Büroklammern, Heftklammern
- Manuelle Rückwärts-Taste bei Papierstau
- Gewicht: ca. 4,5 kg
Praktischer Test: So schlägt sich der AS890C im Alltag
Am ersten Tag habe ich direkt drei Monate alter Kontoauszüge in Angriff genommen. Nach dem dritten Schwung fiel mir auf: Der Aurora AS890C arbeitet spürbar lauter als mein älteres Modell. Nichts Dramatisches, aber in einem ruhigen Büro merkt man das schon. Nach einer Stunde war der 16-Liter-Behälter zu etwa einem Drittel voll — bei mir sind es meistens deutlich mehr Dokumente, als man denkt.

Was mich positiv überraschte: Die Kreditkarten-Funktion funktioniert einwandfrei. Ich habe zwei abgelaufene EC-Karten und eine alte Kreditkarte durch den dafür vorgesehenen Schlitz gezogen. Die Karten werden in kleine, unregelmäßige Partikel zerschnitten. Das war in unter einer Minute erledigt.
Nach etwa zwei Wochen tägliche Nutzung — mal fünf Blatt, mal zehn — begann der AS890C gelegentlich zu klemmen. Vor allem dünnes Recyclingpapier bereitete Probleme. Mit normalem Kopierpapier (80 g/m²) lief alles glatt. Ich habe dann angefangen, dünnere Papiere erst mit anderen Blättern zu bündeln — das löste das Problem.
Was niemand in den Produktlisten erwähnt: Die Messer reagieren empfindlich auf Heftklammern. Einzelne Büroklammern no problem, aber große Heftklammern sollte man vorher entfernen. Ich hätte das vielleicht wissen können, aber ein Hinweis wäre trotzdem hilfreich.

Nach der dritten Woche habe ich den Behälter geleert und festgestellt, dass die Partikelmenge bei Crosscut größer ausfällt als bei Mikrocut — logisch, aber im Alltag merkt man das am Platzbedarf. Der 16-Liter-Behälter füllt sich schneller als erwartet.
Für wen ist der Aurora AS890C geeignet?
Der AS890C macht Sinn für:
- Homeoffice-Nutzer mit gelegentlichem Shredderbedarf — Kontoauszüge, Verträge, alte Rechnungen
- Kleine Büros mit wenig Platz, die ein kompaktes Gerät unter dem Schreibtisch suchen
- Privatanwender, die gelegentlich Kreditkarten oder Ausweise vernichten müssen
- Preisbewusste Käufer, die keine Profi-Leistung brauchen
Überspring diesen Aktenvernichter, wenn du im Großraumbüro arbeitest und täglich große Mengen schreddern musst. Auch wer extrem leise Geräte braucht — etwa in direktem Büro ohne separate Räume — wird mit dem AS890C nicht glücklich. Und für alle, die ihre Daten mit Mikrocut-Sicherheit schützen wollen: Hier gibt es nur Crosscut.
Alternativen zum Aurora AS890C
Royal MC3000MX: Etwas teurer, bietet aber eine bessere Papierkapazität und einen transparenten Auffangbehälter zur Füllstandskontrolle. Für Nutzer, die mehr visuelle Infos brauchen.
Fellowes MicroShred 225Ci: Premium-Option mit extrem leisem Betrieb und längerer Laufzeit. Dafür auch merklich teurer. Wer das Budget hat und im Büro auf Ruhe angewiesen ist, greift hier zu.
HPP S8CD: Direkte Alternative mit ähnlichen Specs und häufig besseren Angeboten bei Amazon. Die Unterschiede im Alltag sind minimal.
FAQ
Ja, der AS890C verarbeitet laut Hersteller sowohl Büroklammern als auch Heftklammern direkt. Allerdings empfiehlt sich bei größeren Mengen das Entfernen der Heftklammern, um die Lebensdauer der Messer zu verlängern.
Abschließende Bewertung
Nach drei Wochen mit dem Aurora AS890C Aktenvernichter kann ich sagen: Er macht, was er soll — solide, unkompliziert, ohne Schnörkel. Die Crosscut-Qualität ist für Privatanwender und kleine Büros völlig ausreichend. Kreditkarten werden zuverlässig vernichtet, und die kompakte Bauweise ist ein echter Pluspunkt.
Wo er Schwächen zeigt: Die Lautstärke ist gewöhnungsbedürftig, und bei dünnem Papier kommt es gelegentlich zu Staus. Der fehlende transparente Behälter nervt mich persönlich — man merkt erst beim Öffnen, wie voll er wirklich ist.
Wer einen unkomplizierten Begleiter für gelegentliches Shreddern sucht und keine Profi-Anforderungen hat, macht mit dem Aurora AS890C nichts falsch. Für Intensivnutzer oder Großraumbüros empfehle ich, zu einem Modell mit höherer Kapazität und leiserem Betrieb zu greifen.